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Den Kindern im Kindergarten- und Schulalter ist eines gemeinsam: Sie wachsen auf in Familien mit sozialer Armut. Der materiellen Not geht häufig psychosoziale Not voraus, so leiden viele Eltern an psychischen Erkrankungen oder Suchtproblemen und sind infolge ihrer eigenen Traumatisierungen nicht in der Lage, den Kindern emotionale Sicherheit und Strukturen zu geben sowie ihre finanziellen Mittel einzuteilen. Arbeitslosigkeit, ein Migrationshintergrund und hohe Kinderzahl erhöhen das Armutsrisiko. Kinderarmut bedeutet Verlust von Selbstwertgefühl und seelische Vereinsamung sowie eine frühe Überverantwortlichkeit: Die Kinder führen den Haushalt, sorgen für jüngere Geschwister und nicht selten auch für die suchtkranken Eltern. Im Theaterkurs sind diese Kinder auf den ersten Blick laut, wild, oft fluchen sie und gehen mit Fäusten aufeinander los. Zugleich zeigen sie eine ausgeprägte Ängstlichkeit: Bei kleinsten Geräuschen zucken sie schreckhaft und laut kreischend zusammen. Manche sprechen kaum, oder sind hypervigilant andere zeigen aggressive oder depressive Züge, wirken übernächtigt und haben immer wieder Läuse. Vor allem aber sind sie hungrig an Leib und Seele. Anke Berger möchte ihnen unbeschwerte Momente ermöglichen sowie ihre verschütteten Talente und Stärken wecken - und spürt ein riesiges Mitteilungsbedürfnis. Die Kinder, die nicht gewohnt sind, in Ruhe ohne Fernsehlärmpegel am Tisch zu sitzen, können im geschützten Rahmen eines Anfangsrituals ihre Alltagserlebnisse erzählen. Gemeinsam decken sie den Tisch, trinken Tee, weiter >>
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